Endspurt im LEO Theater. Noch sechs Vorstellungen, dann beendet das Schwelmer Theater die laufende Spielzeit, die bereits 9 (!) im Schwelmer Ibach-Haus. Zu sehen sind noch „Zum Schießen – eine Agentenkomödie“, „Internet-Romanze“ und der Dauerbrenner „Offene Zweierbeziehung“. Parallel zu den letzten Vorstellungen arbeitet das „LEO“ an der kommenden Spielzeit. Im Laufe des Monats wird der Spielplan 2026 / 2027 stehen, auch die Premieren für das beliebte Abonnement sind schon bereits gebucht. Den Spielplan und alles Wissenswerte rund ums Schwelmer Theater möchte das Ensemble beim Schwelmer Gesundheitstag präsentieren.
Für die turbulente Komödie „Zum Schießen“ hebt sich der Vorgang am Samstag, 6. Juni, 19.30 Uhr und am Sonntag, 7. Juni, 11 Uhr (mit Frühstücksbüffet. Dann spielt das Ensemble „Zum Schießen“ zum letzten Mal. Pia, hochschwanger, liegt im neu bezogenen Haus am Sofa und liest einen Liebesroman. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse: Ihre Frau Saskia schlägt ein neues Beziehungsmodell vor, denn sie sehnt sich nach mehr Abenteuer. Dann steht Saskias ehemaliger Schulfreund Michel vor der Tür – er sei ein Geheimagent auf der Flucht und brauche ein Versteck. Während das Paar ihn in den Schrank stopft, kommt Saskias Mutter Gudrun mit Kuchen vorbei und lässt sich nicht abwimmeln. Auch nicht, als Katrin vom Morddezernat vor der Tür steht und einen entlaufenen Serienmörder sucht, der zufälligerweise genauso aussieht wie Michel …
Internet-Romanze
Nur eine Woche später heißt es dann „Internet-Romanze“ (13. Juni, 19.30 Uhr und 14. Juni, 11 Uhr – ausverkauft). Nora ist seit dem Tod ihres Mannes eine einsame ältere Dame, die nur noch durch ihre Enkelin, die Anwältin Klara, am Leben hängt. Klara weiß kaum noch, wie sie ihre Großmutter den ganzen Tag über beschäftigen soll – also schenkt sie ihr einen Computer, damit sie durch das Internet wieder aktiver am Leben teilnimmt. Klaus ist ebenfalls schon in den reiferen Jahren – aber seit er im Internet surfen kann, ist er allerbester Dinge. Und wenn er sich als 28-jähriger Romeo ausgeben kann, dann läuft er zur vollen Form auf. Daran kann ihn auch der junge Max, ein arbeitsloser, als Kellner jobbender Schauspieler, nicht hindern. Damit hat die Autorin die Grundlage für eine pointenreiche und anrührende Komödie gelegt: Als Nora sich schließlich den Verlockungen des Internets nicht mehr verschließen kann, begegnet sie Romeo-Klaus im „Chat-Room“ – und während sie sich als Klara ausgibt und Klaus als Max, bahnt sich langsam, aber notwendig eine doppelte Romanze an …
Offene Zweierbeziehung
Zum Saisonfinale gibt es dann am Samstag, 20. Juni, 19.30 Uhr sowie Sonntag, 21. Juni, 11 Uhr (mit Frühstücksbüffet, die bekannte Komödie von Darioo Fo und Franca Rame die „Offene Zweierbeziehung“. Er ist ein Musterexemplar seiner Gattung und heißt einfach nur „Mann“. Seine Frau heißt Antonia. Und die fühlt sich nicht nur betrogen, sie ist es auch. Notgedrungen und verletzend muss der Mann seine sexuellen Begierden außerhalb der ihn unfrei machenden Ehe ausleben. Ein getriebener Mann, der sich von den regelmäßigen, fantasievollen Selbstmordversuchen Antonias nicht beeindrucken lässt, sondern ihr eine offene Zweierbeziehung vorschlägt. Auch sie kann fortan tun und lassen, wonach ihr die Lust steht. Und sie tut es. Trotz und wegen ihrer verzweifelten Angriffe auf Orangenhaut & Co. Antonia trifft ihn: den unglaublichen, erotischen, viel jüngeren Liebhaber. Nicht nur wegen der glücklichen Verbindung von Dialogwitz, Slapstick und modernen Theatermitteln steht der Komödienklassiker von Franca Rame und Dario Fo seit 1983 auf den Spielplänen. Immer noch macht es Vergnügen, eine Beziehung so exemplarisch scheitern zu sehen,





