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Äußerst hitzig verlief die Podiumsdiskussion im Schwelmer LEO Theater mit dem brisanten Thema „Theater der Zukunft! Brauchen wir heutzutage Zuschauer?“. Mehrfach gerieten die Teilnehmer der Veranstaltung, die im Rahmen der beliebten Reihe „5 um 4“ stattfand, trotz Mindestabstand aneinander. Moderator Marco Rentrop musste energisch dazwischen gehen. Im Ibach-Haus diskutierten live Marc Neumeister, Künstlerischer Leiter des LEO Theaters, Heinz Erhardt, Alfred Tetzlaff und Jungbauer Jens Jansen.

Schon zu Beginn ein markerschütternder und provozierender Spruch von Lästermaul Alfred Tetzlaff, der sich in Rage redete und in die Runde hinausposaunte: „Ehe ich ins Theater gehe, gucke ich mir lieber das Fotoalbum meiner Familie an“. Ganz anders dagegen Humorist Heinz Erhardt, für den ein Theater ohne Zuschauer wie eine Brille ohne Gläser ist, bei der das Gestell fehlt. Und Jens Jansen aus Poppenbüll, immer noch fieberhaft auf der Suche nach der Frau fürs Leben, betonte: „Wenn ich eine Frau fürs Leben finde, gehe ich mit ihr überall hin, wenn’s sein muss, auch ins Theater…“

Während Marc Neumeister die soziale Verantwortung des Theaters hervorhob, war für Tetzlaff klar, dass ein Theater einfach nur ein Wirtschaftsunternehmen ist, auch schon damals in der DDR in Zeiten der Planwirtschaft. Ähnlich sah es auch Jens Jansen: „Besser eine schlechte Wirtschaft als gar keine…“

Wer nicht live im LEO Theater dabei sein konnte, der hat nun die Möglichkeit, sich die Podiumsdiskussion in aller Ruhe auf dem LEO-Kanal bei „You Tube“ anzuschauen. Viel Spaß beim Gucken: https://www.youtube.com/watch?v=QShiYHNWqys&t=3s

Vielen Dank an Marco Rentrop von „rentropmedia“ für das Drehen und zusammen mit Marc Neumeister für die tollen Ideen, um die Podiumsdiskussion ins rechte Bild zu setzen. Falls Sie das LEO Theater mit einer Spende unterstützen möchten, hinterlassen Sie bitte Ihre Kontaktdaten, damit unser Freundeskreis Ihnen eine Spendenquittung ausstellen kann.

Freundeskreis LEO-Theater e.V.:  IBAN DE 04 4545 1555 0000 0518 05

 

 

Join the discussion Ein Kommentar

  • Rolf Göbel sagt:

    Eine tolle, kreative Leistung aus der künstlerischen Sicht, aber auch technisch richtig gut gelöst. Das ist Bundesliga-Niveau.

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