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Eine Komödie von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière

Während der Vorbereitung auf ein Abendessen bei Freunden berichtet Pierre seiner Frau Clotilde von der Methode eines Bekannten, der Abschiedsdinner für Freunde gibt, die er loswerden möchte, ohne dass diese davon wissen. Die Idee, auf diese Weise alte Freundschaften zu beenden, die mehr eine Verpflichtung als ein Vergnügen geworden sind, gefällt. Sie beschließen, es zu versuchen und wählen als erstes Bea und Antoine. Deren Lieblingsessen, die Musik, der Wein – alles wird arrangiert und steht bereit für den letzten gemeinsamen Abend. Doch Antoine kommt ohne Bea. In gewohnt egozentrischer Weise erzählt er von seinem eben verstorbenen Analytiker, dem Plan, ein Kind zu adoptieren, und der Beziehung zu seiner Frau. Für die Adoption benötigt er ein Empfehlungsschreiben von Pierre, der selbst Vater ist. 

Über den Vergleich mit einem anderen, kommt Antoine unvermittelt auf die Methode der Abschiedsdinner zu sprechen. Er selbst findet eine solche Vorgehensweise abscheulich und vor allem feige. Pierre und Clotilde erschrecken – was wenn er etwas merkt?! Doch zu spät, Antoine entlarvt sie. Erst geschockt, möchte er dennoch die Freundschaft retten und schlägt vor, eine Art Therapiestunde abzuhalten. Was folgt, ist ein genialer Schlagabtausch der beiden Freunde, die sich im Verlauf des Abends nichts schenken und alles aus dem Nähkästchen holen, was sie sich in den langen Jahren ihrer Freundschaft nie gesagt haben. Rasant und gnadenlos schaukeln sie sich unter der Beobachtung von Clotilde gegenseitig hoch, bis letztendlich eine Handvoll Erdnüsse die kathartische Läuterung vollbringt.

Das Autorengespann Delaporte und de la Patellière beleuchtet in dieser wundervollen Komödie die unterschiedlichen Seiten der in Mode gekommenen Freundschaftsoptimierung. Lohnt es sich, sich aus seiner Wohlfühlzone hinauszubegeben und sich erneut auf die Menschen einzulassen, die man kennt oder rechtfertigt sich der Rückzug in eine feige aber höfliche Delegationsgesellschaft? Wie schon in „Der Vorname“ decken die beiden Autoren mit viel Sprachwitz und schneidigem Feingefühl die unter der Oberfläche brodelnden Befindlichkeiten auf und zeigen einmal mehr, dass Eigenart das Salz in der Suppe der zwischenmenschlichen Beziehungen ist.

Das LEO Theater im Ibach-Haus hat in der abgelaufenen Spielzeit bereits „Der Vorname“ von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière.

Regie

Jens Hajek

Co-Regie

Alina Alfter

Besetzung

Clotilde

Steffi Bornhöft

Pierre

André Bornhöft

Antoine

Marc Neumeister

Termine

Samstag, 25. August 2018 um 20:00 Uhr

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Sonntag, 26. August 2018 um 11:00 Uhr

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Sonntag, 26. August 2018 um 15:00 Uhr

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Freitag, 31. August 2018 um 18:00 Uhr

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Freitag, 14. September 2018 um 20:00 Uhr

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Freitag, 05. Oktober 2018 um 20:00 Uhr

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Samstag, 06. Oktober 2018 um 20:00 Uhr

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Donnerstag, 18. Oktober 2018 um 20:00 Uhr

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Samstag, 24. November 2018 um 20:00 Uhr

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Donnerstag, 17. Januar 2019 um 20:00 Uhr

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