„Zum Schießen – eine schräge und turbulente Komödie

Es ist eine turbulente und schräge Komödie um das lesbische Paar Pia und Saskia mit „viel Slapstick, unerwarteten Wendungen, Wortspielen sowie frischen, aberwitzigen Dialogen“, freut sich Regisseurin Carina Mischke über die Inszenierung „Zum Schießen – eine Agentenkomödie“ von Fabian Baecker. Am Samstag, 7. Februar, 19.30 Uhr, feiert die aufregende Komödie ihre Premiere im LEO Theater. Und das ist nicht die einzige Premiere an diesem Abend.

Eigentlich sollte es für Pia (Petra Reimann) und Saskia (Andrea Kolodziej) ein ruhiger Abend auf der Couch werden, eigentlich. Pia, hochschwanger, liegt im neu bezogenen Haus auf dem Sofa und liest einen Liebesroman. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse: Ihre Frau Saskia schlägt ein neues Beziehungsmodell vor, denn sie sehnt sich nach mehr Abenteuer. Dann steht Saskias ehemaliger Schulfreund Michel (Furkan Arslan) vor der Tür – er sei ein Geheimagent auf der Flucht und brauche ein Versteck. Während das Paar ihn in den Schrank stopft, kommt Saskias Mutter Gudrun (Marika Kotulla) mit Kuchen vorbei und lässt sich nicht abwimmeln. Auch nicht, als Katrin vom Morddezernat (Alissa Schwichtenberg) vor der Tür steht und einen entlaufenen Serienmörder sucht, der zufälligerweise genauso aussieht wie Michel …

Die Lage spitzt sich zu, als im ganzen Haus keine Sahne zu finden ist, Michel sich als die neue Haushälterin ausgibt, Saskia nicht mehr weiß, wem sie glauben soll, Pias Fruchtblase platzt und niemand von Gudruns liebevoll gebackenem Kuchen isst. „Und dann nimmt das Chaos seinen Lauf“, muss Carina Mischke lachen, wenn sie an die Irrungen und Wirrungen dieses Stücks denkt: „Die Proben machen im Leo sehr viel Spaß und das Ensemble kommt immer mit guter Laune und ganz viel Spiellust daher.“

Man sei mächtig gespannt auf die Premiere. „Für uns ist es eine doppelte Premiere: Zum einen ist es die Premiere des Stücks und zum anderen der erste Auftritt von Andrea Kolodziej auf der Leo-Bühne“, erklärt Theaterchef Andreas Winkelsträter. Andrea Kolodziej wurde im Februar 2025 gecastet und ebenso schnell verpflichtet wie Andreas Kohlhage, Mia Quicker oder auch Melitta Hilgert, die schon in „Ach, du fröhliche“ das Publikum begeisterten.

Die meisten Theaterstücke beinhalten mehr Männer- als Frauenrollen, gleichzeitig arbeiten mehr Schauspielerinnen als Schauspieler in der Branche. Deshalb schreibt Fabian Baecker Stücke mit vielschichtigen Frauenrollen. Zusätzlich möchte er eine Sichtbarkeit für die LGBTQ+ Community schaffen, ohne die sexuelle Orientierung der Figuren in den Mittelpunkt der Erzählung zu stellen.

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