Nur noch wenige Tage bis zur „Internet-Romanze“

Zur letzten Premiere in der laufenden Spielzeit lädt das LEO Theater für Samstag, 18. April, 19.30 Uhr ein. Auf dem Programm steht: die „Internet-Romanze“. „Die Internet-Romanze von Hindi Brooks wirft einen feinfühligen Blick auf Liebe im digitalen Zeitalter“, so Regisseurin Patricia Schimpp-Fanroth. „Zwischen Chatverläufen, Sehnsucht und Realität entfaltet sich eine Geschichte über Nähe auf Distanz, Selbstinszenierung und die Frage, wie echt Gefühle im virtuellen Raum sein können.“

Ein aktuelles, berührendes Stück über die Suche nach Verbindung in einer vernetzten Welt. „Die Internet-Romanze“ sei eine berührende Komödie über Einsamkeit, Sehnsucht und die überraschenden Wege der Liebe. „Mit viel Humor und Herz erzählt das Stück von Mut, Nähe – und der Frage, ob wir uns wirklich zeigen, wenn es darauf ankommt“, ergänzt Co-Regisseur Kevin Drucks.

Zum Inhalt: Nora ist seit dem Tod ihres Mannes eine einsame ältere Dame, die nur noch durch ihre Enkelin, die Anwältin Terry, am Leben hängt. Terry weiß kaum noch, wie sie ihre Großmutter den ganzen Tag über beschäftigen soll – also schenkt sie ihr einen Computer, damit sie durch das Internet wieder aktiver am Leben teilnimmt. Benny ist ebenfalls schon in den reiferen Jahren – aber seit er im Internet surfen kann, ist er allerbester Dinge. Und wenn er sich als 28-jähriger Romeo ausgeben kann, dann läuft er zur vollen Form auf. Daran kann ihn auch der junge Don, ein arbeitsloser, als Kellner jobbender Schauspieler, nicht hindern.

Damit hat die Autorin die Grundlage für eine pointenreiche und anrührende Komödie gelegt: Als Nora sich schließlich den Verlockungen des Internets nicht mehr verschließen kann, begegnet sie Romeo-Benny im „Chat-Room“ – und während sie sich als Terry ausgibt und Benny als Don, bahnt sich langsam, aber notwendig eine doppelte Romanze an …

Hindi Brooks gelingt in dieser Komödie nicht nur ein schneller, amüsanter Dialog; sie schafft es auch, allen Figuren so menschliche Züge zu geben, dass man am Ende des Theaterabends nur ungern Abschied nehmen wird von Nora, Benny und all den anderen. Und mit ganz leichter Hand macht dieses wunderschöne Stück deutlich, dass „Alter“ nicht unbedingt „Einsamkeit“ bedeuten muss.

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