Der Schwarzmeer Kosaken-Chor mit ihrem Ataman Peter Orloff brauchte nur einige Takte, um das Publikum zu gewinnen. Innerhalb weniger Minuten war dem Publikum bei den vorangegangenen Konzerten klar, dass hier langjährige Profis auf der Bühne stehen und ihre Stimmen und Instrumente im Griff haben. Nun kehrt der Chor nach einer grandiosen und ausverkauften Tournee, die eigentlich die Abschiedstournee sein sollte, zurück ins LEO. Am Montag, 23. November, 19 Uhr, sind die Ausnahmemusiker erneut zu Gast im LEO Theater. Tickets 28,50 Euro zzgl. Gebühren.
Zehn Männer und eine Frau wie Orloff betonte, „nicht Quote, sondern Qualität“. Irina Kripakova – eine echte Virtuosin an der Domra (eine Schalenhalslaute mit 3 Saiten) wollen erneut das Publikum restlos begeistern. Hätte die ehemalige Klaviermanufaktur nicht so dicke Mauern, die Hagener und Wuppertaler hätten sich gewundert, was in Schwelm geboten wurde – welch voluminöse Stimmgewalten! Aber so blieben die hinreißenden harmonischen Töne im Ibach-Haus und umhüllten die Zuhörer.
Mit den bisherigen Konzerten wolte der Schwarzmeer Kosaken-Chor auch ein Zeichen setzen. Unter der Führung von Peter Orloff konzertieren traditionell hochdekorierte ukrainische und russische Sänger der absoluten Weltklasse in herzlichem Einvernehmen – atemberaubende Tenöre, abgrundtiefe Bässe und als besonderes Highlight eine absolute Weltrarität, ein männlicher Sopran von der Kiewer Oper und „Verdienter Künstler der Ukraine“. Das Konzert steht unter der musikalischen Gesamtleitung und persönlichen Mitwirkung von Peter Orloff, der einst als jüngster Sänger aller Kosakenchöre der Welt – damals übrigens gemeinsam mit Ivan Rebroff – im Schwarzmeer Kosaken-Chor seine legendäre Karriere begründete und in diesem Jahr sein 65-jähriges Bühnen-Jubiläum feiert und seit inzwischen 30 Jahren sein Ensemble von Erfolg zu Erfolg führt.
Dank seiner nahezu einzigartigen Besetzung ist der Schwarzmeer Kosaken-Chor in der Lage, ein wirklich außergewöhnliches Programm aufzuführen mit Werken wie dem „Gefangenenchor“, „Schwanensee“, „Leise flehen meine Lieder“ oder – das Paradesolo aller großen Tenöre – „Nessun dorma“. Herzstück des Konzerts sind die schönsten Kostbarkeiten aus dem reichen Schatz der russischen und ukrainischen Musikliteratur wie die berühmten „Abendglocken“ „Die zwölf Räuber“, „Ich bete an die Macht der Liebe“, „Stenka Rasin“, „Das einsame Glöckchen“, „Kalinka“ und – auf vielfachen Wunsch – „Das Wolgalied“.






